Wie Squirrel News fünf Jahre alt wurde - Squirrel News

Wie Squirrel News fünf Jahre alt wurde

Eichhörnchen Schild Weg

Liebe Leserinnen und Leser, liebe Freunde, liebe Squirrel Community,

wir haben etwas zu feiern: In diesem Sommer wird Squirrel News fünf Jahre alt! Wir möchten deshalb kurz zurückblicken auf unsere Anfänge und die wichtigsten Entwicklungen danach. 

Wirklich geplant war die Gründung von Squirrel News nicht, erst recht nicht zu dem Zeitpunkt, im Sommer 2019. Ich war noch halb in Elternzeit und vor allem damit beschäftigt, den beschwerlichen Alltag mit zwei kleinen Kindern zu managen, als mein damaliger Job ein jähes Ende nahm und ich plötzlich entscheiden musste, wie es jetzt beruflich weitergehen sollte. 

Selbst etwas zu gründen, war auch vorher schon immer eine attraktive Idee für mich gewesen, doch so spontan, mitten in der Hitze des Lebens, ohne Team? Ein stabiler Plan war das nicht gerade. Aber der Wunsch, mich weiterhin mit konstruktivem Journalismus zu beschäftigen, war stärker, und ebenso die Überzeugung, dass es eine Plattform braucht, auf der regelmäßig eine hochwertige Auswahl der neuesten lösungsorientierten Nachrichten zu finden ist. 

Ein Launch mitten in der globalen Krise

Die Gründung eines gemeinnützigen Vereins war zwar bürokratisch kompliziert, aber machbar. Und um Mitstreiterinnen und Mitstreiter zu finden, probierte ich es einfach mal mit ein paar Gesuchen auf Online-Portalen. Kurze Zeit später hatten wir unter anderem eine Reporterin und einen Chefredakteur in Rente als Unterstützung für unsere deutsche Ausgabe, drei Muttersprachler:innen für unsere englische Ausgabe, und einen Fullstack-Entwickler, der direkt anfing, eine App für uns zu programmieren. 

In freudiger Naivität planten wir unseren Launch für März 2020. Dann kam Corona, Schulen und Kitas schlossen, private Routinen wurden über den Haufen geworfen und alles stand still. Und als die erste Erholung in Sicht schien, brach sich unser armer Entwickler ausgerechnet an seinem Geburtstag seinen Arm .  

Irgendwann im Sommer ging Squirrel News dann aber doch noch live. Und als im Herbst und Winter dann auch noch NDR, WDR und Deutschlandfunk über uns berichteten, gab es plötzlich auch eine relevante Anzahl an Menschen, die Squirrel News kannten, lasen, schätzten und finanziell unterstützten. 

Positives Feedback, nachhaltige Herausforderungen

Die Reaktionen waren fast immer positiv, nicht selten sogar begeistert. Dafür gaben sich die globalen Krisen auch weiterhin die Klinke in die Hand. Zuerst schlug die Pandemie noch einmal richtig zu und brachte den Arbeitsalltag mit Quarantänen, Homeschooling und Kita-Schließungen erneut monatelang durcheinander. Ein Jahr später überfiel Russland die komplette Ukraine und statt Fortschritt, Frieden und Nachhaltigkeit war plötzlich wieder Krieg in Europa. Und natürlich war das noch längst nicht alles. 

Vielleicht war und ist es gerade deshalb nötiger denn je, einen verlässlichen Ausgleich gegen die Untergangsmeldungen aus aller Welt zu haben. Andererseits haben die großen Medien auch vorher schon einen sehr guten Job gemacht, wenn es darum ging, die Schrecken aus allen Winkeln der Welt in die Wohnzimmer zu bringen. 

Das Material an konstruktiven News und lösungsorientierten Geschichten ist uns trotzdem nie ausgegangen. Schwierige Tage gab und gibt es zwar ständig, aber am Ende sind auch wir immer wieder überrascht, wie viele gute Ideen die Menschen haben und welche überraschenden Lösungen für vermeintlich unlösbare Probleme regelmäßig auftauchen. 

Wir sind zwar nicht reich, aber wir sind noch da

Diese Nachrichten und Geschichten zu suchen, zu finden, zu filtern, zu ordnen, neu zu beschreiben und die fertigen Ausgaben anschließend zu veröffentlichen und zu verbreiten, ist viel mehr Arbeit als es von außen scheinen mag. Und auch die Künstliche Intelligenz ist leider noch nicht so weit, dass sie uns dabei viel Arbeit abnehmen kann. Dafür wächst die Zahl derer, die Squirrel News mit regelmäßigen oder einmaligen Spenden unterstützen, seit fünf Jahren stetig, so dass unsere finanzielle Basis mittlerweile stark genug ist, um noch sehr lange weiterzumachen. 

Natürlich ist der Start immer mühsam, zumal wenn man zu Beginn absichtlich auf Großförderer verzichtet, und ein gemeinnütziges Geschäftsmodell wählt, an dem Investoren kein Interesse haben. Dafür hat man anschließend aber auch keine Abhängigkeiten oder Schulden, die womöglich zum Aus des Projekts führen. Viele Start-ups mussten in den letzten Jahren aufgeben, weil die Zinsen plötzlich zu hoch waren oder die wirtschaftliche Lage zu schlecht. Und journalistische Neugründungen haben ohnehin seit Jahren mit extrem schwierigen Bedingungen zu kämpfen, die viele Projekte zum Aufgeben zwingen. 

All das konnten wir vermeiden. Wir sind zwar nicht reich, aber wir sind immer noch da. Und unsere Arbeit macht uns weiterhin größtenteils gute Laune. Dazu kommt, dass im letzten Jahr mehrere Kooperationen gestartet sind, die dafür sorgen, dass Squirrel News und unsere Inhalte noch einmal deutlich mehr Menschen erreichen.

Squirrel News in Firmen, Sinn in den Köpfen

So werden unsere News seit kurzem in der deutschen Vertriebsniederlassung eines großen Druckerherstellers auf großen Screens gezeigt. Auf Instagram erreichen wir durch eine andere Kooperation jede Woche zehntausende Personen. Auch auf Bluesky und Mastodon finden unsere Posts mittlerweile viel Resonanz, nachdem wir uns von Facebook und Twitter (X) verabschiedet haben. Und zwischendurch geben wir Workshops zum Thema Medienhygiene und den Auswirkungen des Medienkonsums auf die psychische Gesundheit. 

Wer Squirrel News regelmäßig liest, kennt unsere Wirkung natürlich schon ganz gut. Trotzdem waren auch wir selbst überrascht und stolz, als in unserer Leserumfrage vor zwei Jahren fast alle der mehr als 400 Teilnehmenden erklärten, dass ihnen Squirrel News nicht nur hilft, andere Nachrichten besser einzuordnen, sondern auch, einen Sinn in der Welt zu erkennen. 

Die Chefredakteurin eines großen christlichen Magazins meinte daraufhin, die Kirchen könnten von solchen Werten nur träumen. Allerdings muss sich beides ja nicht ausschließen. Wir freuen uns jedenfalls sehr, dass unser Angebot dabei helfen kann, ein so wichtiges Bedürfnis zu erfüllen und die guten Seiten der Welt besser auszuleuchten. Und wir danken allen, die uns bisher dabei unterstützt haben und uns weiterhin dabei unterstützen!

Nun machen wir eine Woche Urlaubspause, damit auch unsere eigene (psychische) Gesundheit nicht zu kurz kommt. Anschließend sind wir wieder wie gewohnt mit regelmäßigen Ausgaben am Start. 

Herzliche Grüße

Jonathan und das gesamte Squirrel News Team

Nach oben