Ein neuer UN-Bericht zeigt das enorme wirtschaftliche Potenzial von Klima- und Umweltschutz; Bremen will systematisch Flächen entsiegeln; und in der Pfalz sollen künftig große Mengen an Lithium gefördert werden: Unsere neue Ausgabe ist da
Nach drastischen Warnungen in den Jahren zuvor skizziert der neue GEO‑Bericht der Vereinten Nationen die Chancen des globalen Klima- und Umweltschutzes: Entschlossene Investitionen könnten nicht nur Millionen Menschenleben retten, sondern jedes Jahr auch Tausende Milliarden zusätzlich erwirtschaften.
Als dritte große Stadt im deutschen Norden soll auch Bremen ab kommenden Jahr Asphalt entfernen und Flächen entsiegeln. Im März 2026 soll es dazu zum zweiten Mal in Deutschland einen bundesweiten Wettbewerb geben.
Die Bedingungen des Lithium-Abbaus im Ausland werden oft kritisiert. Künftig soll der Batterie-Rohstoff auch in Deutschland in großen Mengen abgebaut werden. In der Südpfalz startet dafür ein Milliardenprojekt.
Opfer von Sexualstraftaten müssen ihre Erlebnisse oft mehrfach schildern, und das in kühler, unpersönlicher Atmosphäre. Das Amtsgericht Karlsruhe hat deshalb ein spezielles Vernehmungszimmer eingeweiht, in dem sie in vertraulicher Atmosphäre nur einmal aussagen müssen.
Der Anteil von Professorinnen an deutschen Hochschulen hat sich innerhalb von 20 Jahren mehr als verdoppelt. 2004 lag er noch bei 14 Prozent. Ende 2024 waren es 30 Prozent.
Hausarbeit und die Pflege von Angehörigen übernehmen in Indien größtenteils Frauen. In mehreren Bundesstaaten erhalten sie deshalb monatliche Geldtransfers. Befürworter sehen darin einen Fortschritt, Kritiker ein Hindernis auf dem Weg zu mehr Gleichberechtigung.
Digitale Technologien sollen die Arbeitsbelastung im Pflegebereich senken und den Arbeitsalltag erleichtern. Die Ansätze reichen von smarten Sensoren über digitale Sprachtherapie für Schlaganfallpatienten bis hin zu virtuellen Hausbesuchen.
Die Säbelantilope galt bis 2012 als „in der Wildnis ausgestorben“. Seit den 1960er Jahren dokumentieren Forscherinnen deshalb die Geburten der Tiere in Zoos und bringen passende Tiere gezielt zusammen. 347 Säbelantilopen wurden seitdem in die Freiheit entlassen. Seit zwei Jahren gilt die Art nur noch als gefährdet.
In Simbabwe, einem der ärmsten Länder der Welt, gibt es kaum Psychologen und Psychiater. Dafür bieten mehr als 4000 speziell geschulte Großmütter auf einfachen Holzbänken ihre Hilfe an. Mittlerweile hat sich das Modell bis nach England, Vietnam und in die USA ausgebreitet.
Britischen Forschern zufolge kann Freundlichkeit nicht nur gute Gefühle bei einem selbst erzeugen, sondern auch „positive Wellenbewegungen“ in der Gesellschaft auslösen. Auch andere Studien zeigen die positiven Folgen von Hilfsbereitschaft und sozialem Engagement, etwa ein stärkeres Gefühl von Sinnhaftigkeit und Zugehörigkeit.