Foto: NOAA / Unsplash (CC0)
Unser Rückblick auf die 25 wichtigsten und spannendsten konstruktiven Nachrichten aus dem Dezember ist da – aufgrund der Feiertage etwas früher als sonst.
Mehr als ein Drittel der Rochen- und Haiarten weltweit sind vom Aussterben bedroht. Bei der Welt-Artenschutzkonferenz in Samarkand wurde nun mehr Schutz für sie beschlossen. Mehr als 70 Hai- und Rochenarten dürfen künftig nicht mehr oder nur noch eingeschränkt international gehandelt werden.
Quelle: Deutschlandfunk
Die erste Seilbahn der französischen Hauptstadt verbindet schlecht angebundene Vororte mit der Metro und soll dadurch die chronisch verstopften Straßen entlasten. Die Gondel soll pro Tag 11.000 Fahrgäste befördern und bietet Platz für Fahrräder, Kinderwagen und Rollstühle.
Quelle: Tagesschau
Der spanische Regierungschef Pedro Sánchez plant ein landesweites Ticket für Züge und Busse. Es soll 60 Euro im Monat kosten und zu umweltfreundlichem Reisen ermutigen. Vorbild dürfte das Deutschlandticket sein.
Quelle: Spiegel
Ab 2027 können junge Menschen aus der EU wieder per Erasmus an britischen Unis studieren oder eine Ausbildung absolvieren – und umgekehrt. England, Schottland, Wales und Nordirland waren bis zum Brexit beliebte Zielländer für Erasmus-Studierende.
Quelle: Tagesschau
Der Anteil von Professorinnen an deutschen Hochschulen hat sich innerhalb von 20 Jahren mehr als verdoppelt. 2004 lag er noch bei 14 Prozent. Ende 2024 waren es 30 Prozent.
Quelle: Tagesschau
Jahrelang galt die Übertragung von HIV von Müttern auf ihre Kinder als eines der größten Probleme im globalen Kampf gegen AIDS. Brasilien hat die Übertragung nun praktisch eliminiert. Das bestätigte die Weltgesundheitsorganisation. Es ist das bevölkerungsreichste Land weltweit, das diese Anerkennung erhält.
Quelle: Watson
Eine vollständige Heilung von HIV schien bisher nur durch eine komplizierte Stammzellen-Transplantation von Personen mit einer seltenen Immunität möglich. Der Bericht über den siebten Heilungsfall weltweit ändert das und macht Hoffnung auf Therapien, die mehr Menschen heilen könnten.
Quelle: Spektrum
Seit Ende November zahlen die Marshallinseln ihren Einwohnern als erster Staat der Welt ein bedingungsloses Grundeinkommen aus. Die 800 US-Dollar im Jahr stammen größtenteils aus einem Entschädigungsfonds und sollen helfen, die steigenden Lebenshaltungskosten zu tragen.
Quelle: Der Standard
Nach drastischen Warnungen in den Jahren zuvor skizziert der neue GEO‑Bericht der Vereinten Nationen die Chancen des globalen Klima- und Umweltschutzes: Entschlossene Investitionen könnten nicht nur Millionen Menschenleben retten, sondern jedes Jahr auch Tausende Milliarden zusätzlich erwirtschaften.
Quelle: Klimareporter
Jahrzehntelang stieg mit dem Wirtschaftswachstum von Staaten auch der Ausstoß von Treibhausgasen. Inzwischen hat sich der Trend umgekehrt. „Entkopplung ist jetzt die Norm“, sagt John Lang, Co-Autor eines neuen Berichts.
Quelle: Euronews
In der geplanten “Forest City” sollen neben günstigem Wohnraum auch 5.000 Hektar neue Waldflächen entstehen. Noch steht das ehrgeizige Projekt vor vielen Herausforderungen, doch es hat bereits eine breite Basis an Unterstützern aus allen politischen Lagern.
Quelle: Squirrel News
Die Überseeinsel in Bremen ist nicht nur eines der größten Bauprojekte Europas, sie soll auch ein ökologisches Modellquartier werden. Die Wärme für Wohnungen und Gewerbeflächen soll aus einer Flusswärmepumpe kommen, die zudem Energie aus Schwimmbädern und einer Eislaufbahn recycelt.
Quelle: Deutsche Welle
Die Bedingungen des Lithium-Abbaus im Ausland werden oft kritisiert. Künftig soll der Batterie-Rohstoff auch in Deutschland in großen Mengen abgebaut werden. In der Südpfalz startet dafür ein Milliardenprojekt.
Quelle: ZDF
Als dritte große Stadt im deutschen Norden soll auch Bremen ab kommenden Jahr Asphalt entfernen und Flächen entsiegeln. Im März 2026 soll es dazu zum zweiten Mal in Deutschland einen bundesweiten Wettbewerb geben.
Quelle: taz
Es begann als lokale Klimainitiative; mittlerweile treten 200 Städte im ganzen Land gegeneinander an. Ihr Ziel: große Flächen möglichst schnell entsiegeln. Ein Besuch bei der niederländischen Meisterschaft im „Tegelwippen“.
Quelle: taz
Der Göttinger Pflege- und Betreuungsdienst „FrohZeit“ gewährt zehn Mitarbeitenden ein Jahr lang unbegrenzten Urlaub. Das Pilotprojekt soll zeigen, ob das Konzept später auch für die gesamte Firma funktionieren kann.
Quelle: NDR
Manche Pflegekräfte verbringen bis zu 30 Prozent ihres Arbeitstags mit Dokumentation. Ein Berliner Start-up hat deshalb eine KI-App entwickelt, die Sprachbefehle entgegennimmt, umwandelt, ablegt und weiterverarbeitet. So habe man „im Prinzip die ganze Dokumentation“ im Handy.
Quelle: RBB
Der Schweizer Fußballverein FC Basel hat zusammen mit der NGO „Gärngschee“ eine Online-Plattform entwickelt, auf der Inhaber einer Dauerkarte nicht genutzte Plätze an von Armut betroffene Menschen verschenken können. Auf die Idee kam ein Praktikant.
Quelle: SRF
Viele Kinder und Jugendliche beziehen Nachrichten, wenn überhaupt, von TikTok oder Instagram. Entsprechend hoch ist die Quote an Fake News. In einem neuen Computerspiel müssen sie Falschnachrichten entkräften und in der Lokalpolitik gute Kompromisse für alle Beteiligten aushandeln.
Quelle: RBB
Wenn Vögel bei Starts oder Landungen von Flugzeugen in die Triebwerke geraten, führt das oft zu Abstürzen mit vielen Todesfällen. In Nantes helfen deshalb dressierte Bussarde, Kollisionen zu verhindern. Die Zahl der Zwischenfälle hat sich dadurch „fast um die Hälfte verringert“.
Quelle: Deutsche Welle
Das Start-up „formorgen“ hat eine Bio-Urne aus Pilzmyzel entwickelt, die sich innerhalb weniger Wochen zersetzt und zudem weniger kostet als herkömmliche Urnen.
Quelle: ZDF
In Japan nahmen sich vor 20 Jahren so viele Menschen das Leben, dass ein eigenes Präventionsgesetz eingeführt wurde. Der Staat finanziert seitdem Berichterstattung zu Überlebenden, Aufklärung an Schulen und Beratungsangebote. Die Suizidrate sank um 40 Prozent. Rund 14.000 Leben werden jährlich gerettet.
Quelle: SWR
99 Prozent der jungen Roma in Ungarn besuchen nie eine Universität. Für einen kleinen Teil von ihnen hat Tibor Derdák ein eigenes Gymnasium gegründet. Immer mehr verstehen nun, dass ihr Leben nicht zwangsläufig in Armut enden muss. Eine Absolventin hat bereits ihr Studium abgeschlossen und gilt nun als „Sprachrohr einer neuen Generation“.
Quelle: Arte
Das Gefühl von Einsamkeit kann Geflüchtete und Senioren verbinden. Im Projekt „Clowns gegen Einsamkeit“ trainieren geflüchtete Kinder und Jugendliche deshalb Akrobatik, Zauberei und Clownerie. Anschließend treten sie in Altersheimen auf, um Senioren eine Freude zu machen.
Quelle: WDR
In Simbabwe, einem der ärmsten Länder der Welt, gibt es kaum Psychologen und Psychiater. Dafür bieten mehr als 4000 speziell geschulte Großmütter auf einfachen Holzbänken ihre Hilfe an. Mittlerweile hat sich das Modell bis nach England, Vietnam und in die USA ausgebreitet.
Quelle: SRF