Foto: Ray Harrington / Unsplash (CC0)
Von der Rückkehr des Thunfischs und des Fischadlers über eine Gentherapie, die gehörlose Kinder plötzlich hören lässt, bis zu einem historischen Rückgang der Mordraten in den USA: Hier kommt unser Rückblick auf die wichtigsten und spannendsten konstruktiven Nachrichten aus dem vergangenen Monat.
Mehr als 50 Jahre lang standen die Bestände des Atlantischen Thunfischs in vielen Gebieten kurz vor dem Kollaps. Nun haben sie sich stabilisiert. Die Entwicklung gilt als eine der bemerkenswerten Erfolgsgeschichten im weltweiten Kampf gegen Überfischung und als Beispiel für nachhaltigen Artenschutz.
Quelle: Tagesschau
Anfang der 1990er Jahre wäre der Fischadler in Deutschland fast ausgestorben. Ein Verbot giftiger Chemikalien brachte die Wende. Seit 1995 ist die Zahl der Brutpaare von Fischadlern in Deutschland von 283 auf etwa 850 gestiegen. Mancherorts gibt es sogar Rangeleien um neue Nistmöglichkeiten.
Quelle: MDR
Etwa zwei von 1.000 Kindern in Deutschland kommen gehörlos zur Welt. Meist ist die Ursache ein Gendefekt, wie bei der sogenannten OTOF-Taubheit. Nun belegen neue Studien, dass eine neue Gentherapie dagegen hilft. Neun von zehn Kindern konnten danach „tatsächlich wieder hören“. Ein Experte nennt die Ergebnisse „sensationell“.
Quelle: BR
Die Mordrate in New York City ist auf den niedrigsten Stand seit Beginn der Aufzeichnungen gefallen. Von Januar bis April wurden 76 Morde gemeldet, 10 weniger als der bisherige Tiefstand 2018. Die Zahl der Schießereien sank um fast 20 Prozent; die Zahl der schweren Straftaten um 10 Prozent. (Beitrag auf Englisch)
Quelle: CBS News
Im April wurden in Baltimore nur vier Morde gemeldet. Es ist die niedrigste monatliche Zahl seit mindestens 1970. Auch die Zahl der Tötungsdelikte und nicht tödlichen Schießereien sank im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um mehr als 10 Prozent. (Beitrag auf Englisch)
Quelle: CBS News
Die Vereinten Nationen haben eine Resolution beschlossen, die den Status des Klimaschutzes als Menschenrecht bekräftigt. Gleichzeitig hat der weltweite Ausbau der erneuerbaren Energien dazu geführt, dass das schlechteste Szenario für die Erderwärmung nicht mehr wahrscheinlich ist.
Quelle: taz
Vor allem in Südostasien zwingt der Iran-Krieg wichtige Länder zum Umdenken und Umsteuern. Öl und Gas gelten plötzlich als Sicherheitsrisiko. Indonesien etwa treibt deshalb den Ausbau von Solarparks massiv voran. In Thailand und Vietnam haben sich die Verkäufe von Elektroautos verdoppelt.
Quelle: Klimareporter
Können Erneuerbare Energien verlässlichen Strom rund um die Uhr liefern, wenn weder die Sonne scheint noch Wind weht? Dank des Siegeszugs der Batteriespeicher lautet die Antwort mittlerweile: ja. Und oft sind sie sogar billiger. Zu diesem Schluss kommt ein neuer Bericht.
Quelle: Euronews
Die Fernreisezüge der Deutschen Bahn in andere europäische Länder haben 2025 ein Drittel mehr Fahrgäste befördert als noch 2019. Gründe dafür sind etwa die direkte Ankunft in der Innenstadt sowie eine höhere Toleranz für längere Fahrten. Besonders beliebt sind die Züge nach Zürich, Paris und Brüssel.
Quelle: BR
Immer mehr Kinder und Jugendliche lassen sich zu Rettungsschwimmern ausbilden: 2025 wurden innerhalb eines Jahres mehr als 10.000 Juniorretter-Abzeichen vergeben. Insgesamt haben deutsche Rettungsschwimmer im vergangenen Jahr mehr als 1.000 Menschen das Leben gerettet.
Quelle: Zeit Online
Seit Montag gibt es für Studierende in den Mensen der französischen Hochschulen Mahlzeiten für nur einen Euro. Bisher waren diese Gerichte Stipendiaten und Studierenden aus prekären Verhältnissen vorbehalten. Studentenorganisationen hatten die Maßnahme seit langem gefordert.
Quelle: Euronews
Bisher war es nur ein Pilotprojekt. Zum neuen Schuljahr führt Mecklenburg-Vorpommern das Thema „Lebenspraxis“ flächendeckend an Grundschulen ein. Dabei geht es etwa um gesunde Ernährung, Stressbewältigung und den Umgang mit Geld. Das Angebot entspricht dem Wunsch vieler Eltern.
Quelle: NDR
Nicht nur im Internet sind Hass, Hetze und Ressentiments weit verbreitet. Ein neues KI-Tool nimmt problematische Aussagen auseinander und stellt verschiedene passende Antworten vor. Das klappt auch bei Aussagen von Politikern. Dahinter steckt ein Sprachwissenschaftler aus Würzburg.
Quelle: BR
Klimafreundliches Verhalten scheitert im Alltag oft an fehlenden Anreizen oder Impulsen. Die kostenlose Web-App „Erika“ hilft Gemeinden und Unternehmen, klimafreundliches Verhalten spielerisch zu fördern, indem sie kleine Aktionen sichtbar macht und belohnt.
Quelle: NÖN
Viele Familien leben in zu kleinen Wohnungen; viele ältere Menschen in Wohnungen, die größer sind als nötig. In Mainz startet deshalb ein Tauschprogramm für beide Seiten. Wer freiwillig in eine kleinere Wohnung zieht, darf seinen bisherigen Quadratmeter-Mietpreis mitnehmen und erhält 1.500 Euro Umzugsbonus.
Quelle: Tagesschau
In fast allen deutschen Großstädten sind Wohnungen knapp und teuer geworden. Eine Online-Plattform bringt deshalb passende Paare zum Wohnungstausch zusammen; in Heidelberg entstehen modulare Neubauten, die sich in drei Tagen zusammensetzen lassen; und ein Architekt entwirft clevere Grundrisse, um leere Büros zu Wohnungen zu machen.
Quelle: ZDF
Die nigerianische Millionenstadt Lagos leidet an Staus. Nun soll ein Netz an Elektrofähren den Nahverkehr entlasten. Die Fahrzeit sinkt dadurch auf manchen Strecken von zwei Stunden auf 30 Minuten. Die Batterien werden mit Solarenergie geladen.
Quelle: Deutsche Welle
Europaweit leben hunderte Elefanten in Gefangenschaft. Dort sterben sie oft um ein Vielfaches früher als in freier Wildbahn. Eine Tierschutzorganisation hat deshalb in Portugal Europas erstes großes Elefantenschutzgebiet aufgebaut. Dort können sich die Tiere frei bewegen und in Gruppen zusammenleben.
Quelle: Watson
Ein Fünftel der britischen Inseln war einst mit Regenwald bedeckt. Heute ist es weniger als ein Prozent. Doch noch immer leben auf manchen Bäumen dort bis zu 600 andere Arten. Merlin Hanbury-Tenison hat es sich zur Aufgabe gemacht, den gemäßigten Regenwald bei Cornwall zu schützen und zu vergrößern.
Quelle: ZDF
Immer mehr Museen weltweit öffnen sich für Formate, die weit über Kunst und Geschichte hinausgehen. Dazu gehören Tanz- und Gesprächsgruppen, Handwerkskurse und neue Formen der Beteiligung, wie etwa im Museu de Favela Rio de Janeiro, in dem die gesamte Favela in das Programm eingebunden ist.
Quelle: Deutsche Welle
Eine neue Studie kommt zu dem Ergebnis, dass Menschen, die jede Woche an Kunst- und Kulturangeboten teilnehmen, biologisch langsamer altern. Die Wirkung ist vergleichbar mit der regelmäßiger Bewegung.
Quelle: Euronews
In so genannten Männerschuppen treffen sich Männer ab 50 zum Werkeln, Kaffeetrinken und Reden. Das Konzept stammt aus Australien. Nun beginnt es, sich auch in Deutschland auszubreiten.
Quelle: taz
Kurz vor Weihnachten spendete der obdachlose Stuttgarter „Schwalbe“ 200 Euro Pfandgeld an alleinerziehende Mütter. Seine Initiative ging viral – und führte dazu, dass der Sozialdienst katholischer Frauen eine Stiftung für obdachlose Frauen gründete. Ihr Name „Schwalbennest“ ehrt nun den obdachlosen Spender.
Quelle: SWR
Das Korallenriff Puerto de Galinhas in Brasilien verlor vor zwei Jahren wegen hoher Wassertemperaturen fast 80 Prozent seiner Korallen. Das Projekt Biofábrica de Corais möchte das Riff wiederbeleben und nutzt dafür einen besonderen Ansatz: Touristen helfen bei der Aufforstung unter Wasser.
Quelle: Tagesschau