Ein neuer Fonds soll Milliarden für den Schutz der Regenwälder weltweit mobilisieren; in Deutschland werden erstmals mehr Wärmepumpen als Gasheizungen verkauft; und in der Schweiz hilft ein Online-Dolmetschdienst gehörlosen Menschen bei Behördengängen: Unsere neue Ausgabe ist da
Im Vorfeld der Weltklimakonferenz in Belém hat Brasilien einen Fonds ins Leben gerufen, dessen Gewinne helfen sollen, Regenwälder weltweit zu schützen. Drei Länder haben bereits Zusagen in Milliardenhöhe gemacht. Umweltverbände sehen die Initiative positiv, haben aber auch Verbesserungsvorschläge.
Mitten im brasilianischen Amazonas steht eine riesige, weltweit einmalige Forschungsstation. Stählerne Türme „düngen“ die Bäume dort mit CO2. Das Experiment soll helfen, zu verstehen, wie der Regenwald auf den steigenden CO2-Gehalt in der Luft reagiert.
Zur Zeit der Ampel-Regierung wurde die Wärmepumpe von vielen verteufelt. Nun werden in Deutschland erstmals mehr Wärmepumpen als Gasheizungen verkauft. Innerhalb eines Jahres stieg der Verkauf von 90.000 auf fast 140.000 Stück.
Zu viel Aktivität in den sozialen Medien führt bei Kindern unter anderem zu Schlafmangel und Konzentrationsstörungen. Nach Australien will deshalb auch Dänemark ein Mindestalter einführen: Plattformen sollen erst ab 15 Jahren genutzt werden dürfen – oder mit Zustimmung der Eltern ab 13.
Bisher war der Fahrzeugschein nur auf Papier gültig. Künftig können sich Autofahrende auch per Smartphone ausweisen. Für die App i-Kfz wird ein Personalausweis mit Online-Funktion benötigt. Das Verkehrsministerium verspricht sich davon weniger Bürokratie.
Wer sich nur per Gebärdensprache verständigen kann, stößt im Alltag schnell an Grenzen, auch bei Behörden. In der Schweiz hilft nun ein neuer Online-Service, der sich am Schalter einfach per QR-Code starten lässt. Anschließend übersetzen Dolmetscher die Gebärdensprache live auf dem Handy in Lautsprache.
Bedroht Zuwanderung die Demokratie? Eine Untersuchung der Universität Mannheim widerlegt dieses Vorurteil. Nur eine Minderheit von rund fünf Prozent lehnen demokratische Werte ab. Mit der Dauer des Aufenthalts nehmen demokratische Überzeugungen außerdem weiter zu.
In Oosterwold in den Niederlanden ist es Pflicht, die Hälfte des eigenen Grundstücks mit Obst und Gemüse zu bepflanzen. Dafür gibt es für den Bau von Häusern kaum Vorgaben und viel gestalterische Freiheit.
Im Gegensatz zu Baumwolle lässt sich Hanf fast überall anbauen und bindet viel CO2. Landwirt Heinz Schönleber stellt zudem auch noch Naturfasern daraus her. Schon im nächsten Jahr könnte es die erste Jeans aus sächsischer Hanffaser geben.
Lamija Džigal-Bektešević musste mit acht Jahren vor dem Krieg aus Bosnien in die Niederlande fliehen. Dort half ihr auch der Umgang mit Pferden, ihre Erlebnisse zu verarbeiten. Mittlerweile ist sie zurück in ihrer Heimat. Dort schützt sie bosnische Gebirgspferde und setzt sie zur Reittherapie für Menschen mit Entwicklungsstörungen ein.