Ein hessisches Dorf zeigt, wie die Wärmewende gelingen kann; der FC St. Pauli lässt eine Sponsoren-Loge an spielfreien Tagen von Musikern nutzen; und die scheidende Direktorin des Projekts „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ zieht nach 25 Jahren Arbeit Bilanz: Unsere neue Ausgabe ist da
In Bracht fangen Solarthermie-Kollektoren im Sommer Wärme ein; riesige Erdbecken speichern sie für den Winter bei bis zu 90 Grad. Die zentrale Wärmeversorgung hilft dem Dorf, seine Emissionen drastisch zu reduzieren. Andere Dörfer interessieren sich bereits für das Modell.
Die „Ewigkeitschemikalien“ PFAS sind nicht nur ein Umweltproblem, sondern auch ein Gesundheitsrisiko. Mit der neuen Trinkwasserverordnung gelten nun erstmals einheitliche Grenzwerte für trinkwasserrelevante PFAS.
Zugvögel erkennen die Gefahr rotierender Windräder besser als bisher angenommen. Eine neue Studie zeigt: Fast alle Vögel weichen den Anlagen aus, auch nachts.
Bis Mai 2025 gab es in Österreich einen „Reparaturbonus“. Nun folgt mit der „Geräte-Retter-Prämie“ ein ähnliches Modell: Reparaturkosten von Elektrogeräten bis 130 Euro werden mit 50 Prozent bezuschusst. Allerdings ändert sich die Liste der geförderten Geräte.
Nur neun Prozent aller Bauernhöfe in Bayern werden von Frauen geführt; EU-weit sind es 32 Prozent. Bis 2035 will der Bayerische Bauernverband ihren Anteil mehr als verdoppeln: mit Beratung, Vernetzung, Coachings und Ausbildungen. Zudem fordert er eine Abkehr von veralteten Rollenbildern.
Internationale Zugreisen in Europa sind trotz guter Infrastruktur oft kompliziert, unübersichtlich und schwer zu buchen. Saskia Bilang hat mit SimpleTrain eine Plattform mitentwickelt, die die praktischsten Routen und die günstigsten Tickets vorschlägt.
Ein Sponsor des Fußballclubs FC St. Pauli wollte, dass seine Loge an spielfreien Tagen besser genutzt wird. Nun nutzen sie die Musiker Dave Doughman und Martin Boeters als Proberaum.
Das Housing-First-Modell verhilft Obdachlosen ohne Bedingungen zu einer Wohnung. Der Kirchenkreis Hamburg-West hat so bereits 26 Menschen von der Straße geholt.
In einigen Teilen von Lagos gibt es keine Kanalisation. Eine Schweizer Stadtplanerin bringt deshalb mobile Trockentrenntoiletten in die Slums der nigerianischen Hauptstadt. Mehrere Dutzend sind bereits im Einsatz. Eine Benutzerin schwärmt davon in den höchsten Tönen.
Als Sanem Kleff 1999 das Projekt „Schule ohne Rassismus“ übernahm, machten 34 Schulen mit und es stand kurz vor dem Aus. Heute sind es 5.000. Im Interview erzählt die scheidende Direktorin, wie sie als Kind nach Deutschland kam, wie sie das Projekt auf die Erfolgsspur brachte und worauf es im Kampf gegen Rassismus ankommt.