Immer mehr Menschen in Deutschland erreichen ein dreistelliges Lebensalter; Europas Wälder haben sich in drei Jahrzehnten stark vergrößert; und in Berlin entsteht ein Hotel, dessen Einnahmen in Trinkwasser-Projekte fließen: Unsere neue Ausgabe ist da
Nie war die Lebenserwartung in Deutschland höher als heute. Immer mehr Menschen erreichen ein dreistelliges Lebensalter. Ende 2024 lag die Zahl der Personen, die mindestens 100 Jahre alt waren, bei 17.900. Seit 2011 ist sie damit um knapp ein Viertel gestiegen.
Die europäischen Wälder haben sich in den vergangenen 30 Jahren um insgesamt 14 Millionen Hektar vergrößert. Auf keinem anderen Kontinent war der Zuwachs so groß. Dennoch stehen sie weiter vor Herausforderungen.
Mit dem goldenen Herbst kommt auch die Zeit der lärmenden Laubbläser. In Zürich sollen die Geräte nun leiser und sauberer werden. In einer Volksabstimmung stimmte eine Mehrheit dafür, dass Laubbläser bald nur noch elektrisch laufen dürfen.
Seit der Wiedervereinigung ist die Erwerbstätigkeit von Frauen in Deutschland um insgesamt 30 Prozent gestiegen. Damals war die Quote in Ostdeutschland viel höher als im Westen. Mittlerweile hat sie sich angeglichen.
Der Right Livelihood Award geht in diesem Jahr an Menschen und Organisationen aus Ländern, die bisher noch nie unter den Preisträgern waren. Zu ihnen gehören Klimaaktivisten aus Mikronesien, ein Modell für humanitäre Hilfe im Sudan und ein demokratisches Recherchezentrum in Myanmar.
Audrey Tang ist Programmiererin, Digitalbotschafterin Taiwans und nun auch Preisträgerin des „alternativen Nobelpreises“. Die digitale Zukunft ihres Landes will sie durch radikale Transparenz demokratisch machen. „Für die Gegner wird es dann schwierig, mit Desinformation Zwietracht zu säen.“
Seit 2015 sammeln und teilen polnische Bürger Daten zur Luftqualität, um die Behörden auf Luftverschmutzung aufmerksam zu machen. Damit haben sie eine Bewegung ausgelöst, die in einem Großteil des Landes neue Anti-Smog-Vorschriften bewirkte und Polen so sauberer machte.
Am Berliner Holzmarkt entsteht ein Hotel, dessen Einnahmen in Trinkwasserprojekte in Afrika und Asien fließen. Nach Kapstadt und Hamburg ist Berlin nun der dritte Standort mit dem Konzept. Dahinter steht das Sozialunternehmen Viva con Agua.
Der illegale Handel mit Kunst ist ein riesiges Geschäft: Mehr als 57.000 Objekte gelten als verschollen. Die UNESCO eröffnet nun ein digitales Museum, das 250 gestohlene Kunstwerke zeigt. Es soll das Bewusstsein für den Handel mit illegaler Kunst schärfen und helfen, Objekte zurückzuerhalten
Im Sado-Delta südlich von Lissabon war die portugiesische Auster seit den 1970er Jahren verschwunden. Mittlerweile ist das Gebiet dank engagierter Aktivistinnen, Fischerinnen und Austernzüchterinnen ein Beispiel für gelungene Renaturierung.