Foto: Lucky Christiawan via Wikimedia Commons (CC BY-SA 4.0)
Betroffene des Klimawandels klagen erstmals gegen einen großen Zementhersteller; präziser Ultraschall kann das Zittern bei Tremor-Patienten lindern; und akustische Sensoren sollen die Sicherheit von Autos verbessern: Unsere neue Ausgabe ist da
Der Schweizer Zementhersteller Holcim ist einer der größten CO2-Produzenten der Welt. Vier Fischer aus Indonesien haben ihn dafür verklagt, denn ihre Insel wird immer öfter überschwemmt. Es ist die erste Klimaklage gegen einen großen Zementkonzern und ein „bahnbrechender“ Fall, da er zwei verschiedene Ansätze kombiniert.
Etwa ein Prozent der Bevölkerung leidet an starkem, unkontrollierbarem Zittern. An der Uniklinik Freiburg wird dafür eine neue Behandlung erprobt: Mit fokussiertem Ultraschall lässt sich der betroffene Punkt millimetergenau ausschalten. Erste Patienten berichten von deutlich ruhigeren Bewegungen.
Eine neue Untersuchung kommt zu dem Schluss, dass smarte Stethoskope Erkrankungen wie Herzinsuffizienz oder Herzrhythmusstörungen in vielen Fällen deutlich besser erkennen als bisherige Geräte. Ihr Einsatz könnte in Zukunft viele Leben retten.
Das Fraunhofer-Institut in Oldenburg hat ein System für Autos entwickelt, das akustische Signale wie Sirenen oder spielende Kinder erkennt. Die Technologie soll die Sicherheit autonomer Fahrzeuge verbessern und zugleich den technischen Zustand überwachen.
Im australischen Bundesstaat Südaustralien dürfen Sojasoßen-Fischchen künftig nicht mehr verkauft werden. Ihre Form macht sie besonders gefährlich für Meereslebewesen, da sie mit echten Fischen verwechselt werden können. Die Region ist die erste weltweit, die dieses Verbot ausspricht.
Seit dem 1. September ist das ungefragte Verschicken sogenannter „Dickpics“ in Österreich strafbar. Justizministerin Anna Sporrer nannte das Gesetz einen „längst überfälligen Schritt“. Wer ohne Einwilligung intime Fotos versendet, riskiert nun bis zu sechs Monate Haft.
Viele Opfer häuslicher Gewalt holen sich aus Angst oder Scham keine Hilfe. Der Chatbot „Sophia“ bietet ihnen niedrigschwellige Hilfe. In 172 Ländern wird er bereits genutzt. Nun erhielt er eine Auszeichnung von der UNO.
Noch immer sind Frauen in Japan in Politik und Wirtschaft stark unterrepräsentiert. Doch Aktionen wie die #KuToo-Proteste führten dazu, dass etwa die High-Heel-Pflicht am Arbeitsplatz für Frauen abgeschafft wurde. Und mit Satoko Kishimoto wurde erstmals eine Frau zur Bürgermeisterin eines Tokioter Bezirks gewählt.
Spezielle Programme helfen Menschen, die rechtsextreme oder islamistische Szene verlassen wollen, mit therapeutischer Begleitung, neuen beruflichen Perspektiven und Hilfe beim Aufbau eines stabilen Umfelds. Die Erfolgsquoten sind gut, doch der Ausstieg braucht Zeit.
Während in städtischen Freibädern oft Gewalt ein Problem ist, sind viele ländliche Freibäder kaum noch rentabel. Städte wie Stuttgart zeigen, wie Respektlotsen und mehr Sicherheitskräfte in Konflikten deeskalieren können. Und ein kleines Dorf in Frankreich betreibt sein Freibad ehrenamtlich.