Die Mitgliederzahlen in deutschen Sportvereinen steigen auf einen Höchststand; in Bayern hat die „Befreiung“ des Lech begonnen; und die Nachfrage nach Bio-Lebensmitteln ist so stark wie nie: Unsere neue Ausgabe ist da
In Deutschland treiben so viele Menschen wie nie zuvor Sport in einem Verein. Anfang des Jahres zählte der Deutsche Olympische Sportbund erstmals mehr als 29 Millionen Vereinsmitglieder. Mehr politische Unterstützung für den Breitensport fordert er dennoch.
Der Lech soll sein natürliches Flussbett zurückerhalten. Bei Rehling in Bayern haben die Arbeiten dafür begonnen. Das Ziel ist ein lebendiges Ufer: „Nach dem nächsten Hochwasser kann alles wieder anders aussehen und genau das wollen wir“, erklärt Flussmeister Andreas Wittkopf.
Auch an der Havel werden Uferbefestigungen zurückgebaut, Flussarme wieder angebunden und Auenwälder aufgeforstet. An der Nordsee pflanzt ein Ingenieur Strandhafer, um die Dünen zu stabilisieren. Und ein Forstwissenschaftler zeigt Landwirten, wie die Agroforstwirtschaft Erosion verhindert.
In Deutschland sind 2025 so viele Bio-Lebensmittel wie noch nie verkauft worden. Insgesamt dürften die Umsätze Ende des Jahres etwa zehn Prozent höher sein als im Vorjahr. Ein Grund dafür ist auch die abnehmende Inflation.
Unterhändler der EU-Staaten und des Europaparlaments haben sich darauf verständigt, den Alltag landwirtschaftlicher Betriebe zu erleichtern. Künftig soll es weniger „Papierkram“, weniger Kontrollen vor Ort und mehr Geld für kleine Betriebe geben. Vor allem Bio-Höfe sollen profitieren.
In Magdeburg operiert der Roboter Da Vinci 5 erstmals bei einer Krebs-OP. Er steuert vier Arme, gibt Rückmeldungen und entfernt Tumore präzise. Eine Studie zu robotergestützten Leberoperationen zeigt zudem, dass solche Eingriffe “das Immunsystem deutlich weniger belasten“.
Tessiner Forschende haben entdeckt, dass die Meeresschnecke Antiopella cristata Moleküle produziert, die gegen manche Arten von Blutkrebs wirken könnten. Die Forschenden hoffen, damit in Zukunft ein “möglichst ungiftiges Krebsmedikament“ herstellen zu können.
Laut einer Studie aus Dublin altern Menschen, die regelmäßig zwei oder mehr Sprachen sprechen, langsamer. Auch der Neurologe Peter Berlit sieht im Erlernen mehrerer Sprachen ein gutes Training für das Gehirn. 45 Prozent aller Demenzerkrankungen ließen sich durch vorbeugende Maßnahmen verhindern.
Weil das marode Freibad im nordfriesischen Drelsdorf nicht mehr vor dem Abriss zu retten war, hatten sich die Dorfbewohner entschieden, beim Neubau möglichst viel selbst mit anzupacken, um Geld zu sparen. Nun wurde angebadet – im November.
Reiner Weiss ist Rentner. Doch wegen der Personalnot in der Pflege besucht er fast täglich Patienten. Mit sympathischen Sprüchen bringt er sie immer wieder zum Lächeln. Schließlich würde er sich das selbst auch wünschen: „einen schrägen Typen, der ihn zum Lachen bringe und ihm den Alltag etwas versüße.“