Foto: Nika Tchokhonelidze / Unsplash (CC0)
Die ersten deutschen Städte testen erfolgreich die Verschreibung sozialer Aktivitäten bei gesundheitlichen Beschwerden; eine Studie zeigt, dass Elternzeit für Väter das Depressionsrisiko senkt; und ein Mitarbeiter des Sozialamts Marburg macht sperrige Behördentexte für alle verständlich: Unsere neue Ausgabe ist da
Beim „Social Prescribing“ verschreiben Ärzte statt Medikamenten soziale Aktivitäten: etwa bei Herzproblemen, Bluthochdruck, Angststörungen oder Depressionen. Städte wie Hannover testen den Ansatz zurzeit und werten ihn schon jetzt als Erfolg.
Quelle: n-tv
Eine Studie aus Schweden zeigt, dass Väter ein geringeres Depressionsrisiko haben, wenn sie Elternzeit nehmen. Entscheidend ist dabei die Länge der beruflichen Auszeit. Als Grund vermutet das Forschungsteam die engere Bindung zum Kind.
Quelle: ORF
In Schleswig-Holstein entscheiden sich immer mehr Menschen für eine Ausbildung in Teilzeit. Das Modell ermöglicht es, Ausbildung und Kinderbetreuung oder andere Verpflichtungen besser zu vereinen, und ermöglicht so mehr Menschen den Start ins Berufsleben.
Quelle: NDR
Das österreichische Unterstützungsprogramm Wohnschirm bewahrt bedrohte Familien vor dem Verlust ihrer Wohnung und möglicher Obdachlosigkeit. Bisher hat das Programm 18.736 Haushalte unterstützt; in fast jedem zweiten lebten Kinder.
Quelle: Der Standard
Viele Texte von deutschen Ämtern sind so kompliziert, dass man sie kaum versteht. Felix Speidel vom Marburger Sozialamt will das ändern und führt deshalb verständliche Formulierungen ein. Dafür erntet er viel Lob. Mehr als 20 andere Städte und Kommunen wollen nun von ihm lernen.
Quelle: Hessenschau
Bislang hinkt Rumänien beim Ausbau erneuerbarer Energien hinterher, doch nun plant das Land, den größten Solarpark in Europa zu errichten. Das Projekt soll genug Strom für fast eine Million Menschen liefern und könnte ab 2030 die bisher größte Anlage in Witznitz bei Leipzig ablösen.
Quelle: Euronews
Bisher war man es in Bulgarien im Technologiebereich gewohnt, „abzuwarten, was Deutschland und die anderen machen“, erklärt ein bulgarischer Journalist. Doch bei Batteriespeichern gehört das Land seit kurzem zur Weltspitze. Während Rumänien und Ungarn wegen Niedrigwassers Kernkraftwerke abschalten mussten, gibt Bulgarien nun sogar Strom ab.
Quelle: MDR
Es begann mit dem Ärger über eine Baustelle; doch Marius Langas aus Zeuthen nutzte die gesperrte Straße, um dort ein Straßenfest zu organisieren. Mittlerweile ist daraus das preisgekrönte Projekt „Open Streets“ entstanden, indem die Gemeinde auch andere Straßen für nachbarschaftliche Begegnungen sperrt, wenn die Bevölkerung Ideen einbringt.
Quelle: RBB
Christian Lange aus Wiesenbach musste lange seine kranke Frau pflegen. Als anschließend auch noch die letzte Post im Dorf schloss, entschied er sich, in seinem Haus einen Paketshop aufzumachen, um mit mehr Menschen ins Gespräch zu kommen. Darüber ist er nun „heilfroh“: „denn die Einsamkeit ist nicht mehr da“.
Quelle: n-tv
Durch die Ausbreitung der Vogelgrippe in Australien könnten mehr als 10.000 Tiere sterben. Nun werden mehr als 5.000 Zwergpinguine dagegen geimpft. Es ist die bislang größte Impfaktion für Wildvögel dieser Art. Dabei werden die kleinsten Pinguine der Welt nachts eingefangen, geimpft und mit einem Chip versehen, bevor sie zurück in ihre Höhlen watscheln.
Quelle: Tagesspiegel